Wichtiger Hinweis wegen angeblicher Verletzung von Persönlichkeitsrechten durch Veröffentlichung von Videos und Bildern auf Youtube und im Internet:

 

Anlässlich des Punktspiels der F-Jugend unseres Vereins gegen den NFC Niemberg am 06.05.2017 wurde ich als Fotograf und Wandzeitungsredakteur des SV Traktor Teicha nicht nur bösartig durch anwesende Eltern der gastgebenden Niemberger Mannschaft beleidigt und beschimpft (so wurde mir unter anderem mangelnde Schulbildung und außerordentliche Dummheit vorgeworfen), die Niemberger Eltern verlangten auch wortreich, das sämtliche von uns veröffentlichten Fotos und Videos ihrer Kinder aus dem Internet aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes gelöscht werden. Zwar stellt sich die Frage, wer hier vor wem oder was geschützt werden muss, doch rechtlich ist die Sache ziemlich eindeutig: Der BGH hat in seinem

 

 

Urteil vom 28. Mai 2013 · Az. VI ZR 125/12

 

klar Stellung bezogen: "... Bei sportlichen Wettkämpfen sind Foto- und Videoaufnahmen heute weitgehend üblich, und zwar auch dann, wenn es sich um Veranstaltungen handelt, die nur in einer begrenzten Öffentlichkeit stattfinden. Dies gilt unabhängig davon, ob an dem Wettbewerb Erwachsene, Kinder oder Jugendliche teilnehmen. Auf Foto- und Videoaufnahmen müssen sich Teilnehmer einer Sportveranstaltung grundsätzlich auch dann einstellen, wenn keine Pressefotografen zugegen sind..."

 

Schon vorher galt, wie auf der Seite www.rechtambild.de nachzulesen ist:

 

"...Auch für die abgebildeten Sportler greift in aller Regel eine Ausnahme, die eine Einwilligung überflüssig macht. Regelmäßig wird man sie als sogenannte Personen der Zeitgeschichte im Sinne des § 23 Abs. 1 Nr. 1 KunstUrhG ansehen können. Nachdem die Unterteilung von absoluten und relativen Personen der Zeitgeschichte von der Rechtsprechung seit dem Jahr 2004 aufgegeben wurde, kommt es bei dieser Ausnahme darauf an, dass ein überwiegendes Interesse der Öffentlichkeit an der Abbildung der Personen besteht. Dies wird beispielsweise bei öffentlichen Sportturnieren der Fall sein. Demnach darf (z. B. die lokale Presse) auch mit Bildern darüber berichten. Bilder fürs private Familienalbum sind sowieso erlaubt. Solange eine Person auf dem Platz und in Aktion ist, dürfte einer Aufnahme und einer Veröffentlichung in der Regel ebenfalls nichts entgegenstehen. Nicht erlaubt sind jedoch Aufnahmen in der Umkleidekabine, solange kein ausdrückliches Einverständnis erklärt wird."

 

Und niemand, wirklich niemand, hat Interesse an Aufnahmen aus der Niemberger Umkleidekabine. Aus unserer aber schon:

 

 

Trotzdem kommen wir natürlich dem Wunsch der Niemberger nach und nehmen das bisher veröffentlichte Video aus dem Programm bzw. machen die Kinder unkenntlich. Nur hätte man uns das auch freundlich sagen können. Ach nee, ist ja Niemberg ...